Die Angst vorm Theater oder wie schön es ist, angenehm überrascht zu werden
Wenn ich ins Theater gehe, habe ich immer ein bisschen Angst. Angst, underdressed zu sein oder Angst, das Stück nicht zu verstehen. Am meisten Angst habe ich aber davor, mich tödlich zu langweilen. Im Kino dagegen kuschelt man sich bei Bedarf in Jogginghose in die Polster und weiß auch dank IMDb oder Filmstarts.de so ungefähr, was da auf einen zukommt. In 90% der Fälle geht man zufrieden oder sogar wirklich begeistert nach Hause. Beim Theater liegt diese Quote bei mir so bei 50% - was auch daran liegen kann, dass wir hier in Bamberg sind - ok nein, kein E.T.A.-Hoffmann-Theater-Bashing an dieser Stelle, immerhin haben einige Stücke, die ich in letzter Zeit dort gesehen habe, die Quote stark angehoben. Wirklich positiv überrascht hat mich aber das Stück, das ich gestern gesehen habe...
Diesmal aber keine Lobeshymnen auf das Bamberger Ensemble, sondern auf Dominique Lorenz und Michael Schanze vom Bayrischen Hof in München, die am E.T.A. nur für drei Tage mit dem Stück „Vier linke Hände" gastieren. Wenn ihr die Möglichkeit habt, versüßt euch den Donnerstag mit dem Besuch dieses Stücks, ich kann es nur empfehlen!
Man stelle sich vor, man wäre als Ersti in den Semesterferien in Bamberg geblieben: So ungefähr muss sich der August in Paris anfühlen. Dieser seltsam stille Monat führt in „Vier linke Hände" die Nachbarn Sophie und Bertrand zusammen. Würde man den Uni-Bamberg-Vergleich weiterführen, wäre Bertrand so etwas wie ein nerdiger ITler (nichts für ungut), der außer zum Chips-Kaufen nie die Wohnung verlässt, und Sophie eine EuWi-Partymaus, die mit der plötzlichen Semesterferien-Leere nicht zurechtkommt und so versucht, dem ganzen Elend ein Ende zu bereiten. Wenn zwei so unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, sind witzige Momente vorprogrammiert und wenn Sophie dann noch zu afrikanischen Trommeln die Hüften schwingt, kullern beim Publikum die Lachtränen. Gelacht wurde im E.T.A.-Hoffmann-Theater gestern so heftig, dass an einer Stelle selbst die Schauspieler nicht anders konnten und mitlachten...
Einziger Schwachpunkt: Das Ende war mir dann doch zu kitschig... Aber das Gesamtpaket passt, deswegen nochmal die Aufforderung: Unbedingt anschauen!
Ach ja, es gibt auch einen Trailer im Internet.
„Vier linke Hände" läuft nur noch am 11.11. um 20 Uhr im Großen Haus.
Diesmal aber keine Lobeshymnen auf das Bamberger Ensemble, sondern auf Dominique Lorenz und Michael Schanze vom Bayrischen Hof in München, die am E.T.A. nur für drei Tage mit dem Stück „Vier linke Hände" gastieren. Wenn ihr die Möglichkeit habt, versüßt euch den Donnerstag mit dem Besuch dieses Stücks, ich kann es nur empfehlen!
Man stelle sich vor, man wäre als Ersti in den Semesterferien in Bamberg geblieben: So ungefähr muss sich der August in Paris anfühlen. Dieser seltsam stille Monat führt in „Vier linke Hände" die Nachbarn Sophie und Bertrand zusammen. Würde man den Uni-Bamberg-Vergleich weiterführen, wäre Bertrand so etwas wie ein nerdiger ITler (nichts für ungut), der außer zum Chips-Kaufen nie die Wohnung verlässt, und Sophie eine EuWi-Partymaus, die mit der plötzlichen Semesterferien-Leere nicht zurechtkommt und so versucht, dem ganzen Elend ein Ende zu bereiten. Wenn zwei so unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, sind witzige Momente vorprogrammiert und wenn Sophie dann noch zu afrikanischen Trommeln die Hüften schwingt, kullern beim Publikum die Lachtränen. Gelacht wurde im E.T.A.-Hoffmann-Theater gestern so heftig, dass an einer Stelle selbst die Schauspieler nicht anders konnten und mitlachten...
Einziger Schwachpunkt: Das Ende war mir dann doch zu kitschig... Aber das Gesamtpaket passt, deswegen nochmal die Aufforderung: Unbedingt anschauen!
Ach ja, es gibt auch einen Trailer im Internet.
„Vier linke Hände" läuft nur noch am 11.11. um 20 Uhr im Großen Haus.
anima - 10. Nov, 22:45


Tatsächlich konnte man auch die ganzen Adern und Gedärme durchscheinen sehen und die Knochen fühlen. Der Nacktmullen-Mann hat mir dann auch noch was Neues erzählt, nämlich dass die Mullen, weil sie so schlecht sehen, einfach weiterlaufen, wenn ein Abgrund kommt... Außerdem hat er mir erzählt, dass die ganz schön zubeißen können. Einmal sei er dabei gewesen, als ein Mann gebissen wurde: Der sei ganz blass geworden und schließlich in Ohnmacht gefallen. Und er musste beide Hände benutzen, um die Kiefer des Mulls zu lösen (wir erinnern uns: ein Großteil der Muskelmasse konzentriert sich bei den Mullen auf das Gebiss). Da wurde ich auch ein bisschen schwach mit dem Mull auf der Hand, aber er war ganz brav und hielt sogar still fürs Bild...